💡 Geld verloren? So holen Sie Ihr Geld zurück →
Stand: 15. März 2026

WhatsApp &
Social-Media-Betrug.

„Hallo Mama, neue Nummer" — mit dieser Nachricht beginnen jedes Jahr Tausende Betrugsversuche. Aber der WhatsApp-Enkeltrick ist nur eine von vielen Maschen. Betrüger nutzen Messenger, Instagram und Facebook, um Vertrauen auszunutzen und an Geld oder Ihre digitale Identität zu gelangen.

Wenn darüber hinaus Kontodaten oder Ihr gesamtes digitales Profil betroffen sind, hilft unsere Seite zu Identitätsdiebstahl.

Die häufigsten WhatsApp-Betrugsmaschen

1. Der Enkeltrick 2.0 („Hallo Mama")

Die mit Abstand häufigste Masche. So läuft sie ab:

  1. Sie erhalten eine Nachricht von einer unbekannten Nummer: „Hallo Mama/Papa, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Nummer."
  2. Die Person gibt sich als Ihr Kind oder Enkel aus und baut eine emotionale Verbindung auf.
  3. Kurz darauf folgt die Bitte: „Ich muss dringend eine Rechnung bezahlen, aber mein Online-Banking geht noch nicht. Kannst du das kurz überweisen?"
  4. Die Beträge liegen oft bei 500–3.000 €. Das Konto gehört den Betrügern.

💡 Goldene Regel

Glauben Sie niemals einer neuen Nummer ohne Verifizierung. Rufen Sie die Person auf der alten, bekannten Nummer an. Oder fordern Sie eine Sprachnachricht an — Betrüger können Texte fälschen, aber selten die Stimme Ihres Kindes imitieren.

2. WhatsApp-Code-Betrug (Account-Übernahme)

Bei dieser Masche erhalten Sie eine SMS mit einem 6-stelligen WhatsApp-Verifizierungscode — obwohl Sie keinen angefordert haben. Kurz darauf schreibt Ihnen jemand (oft ein „Freund", dessen Account bereits gehackt wurde):

„Hey, ich habe dir versehentlich einen Code geschickt. Kannst du den kurz zurückschicken?"

Wenn Sie den Code weiterleiten, übernimmt der Betrüger sofort Ihren WhatsApp-Account. Er kann dann in Ihrem Namen Nachrichten an Ihre Kontakte senden — und den Enkeltrick bei Ihren Freunden und Familie wiederholen.

Regel: Geben Sie WhatsApp-Verifizierungscodes niemals an Dritte weiter — unter keinen Umständen.

3. Fake-Gewinnspiele & Investment-Betrug

Betrüger erstellen gefälschte Unternehmensprofile oder hacken echte Accounts und senden dann:

Die Links führen zu Fake-Login-Seiten oder Phishing-Formularen. Bei Investment-Scams werden zunächst kleine „Gewinne" ausgezahlt, um Vertrauen aufzubauen — dann folgt die große Einzahlung, die nie zurückkommt.

4. Romance Scam (Liebesbetrug)

Betrüger bauen über Wochen oder Monate eine emotionale Beziehung über WhatsApp, Instagram oder Facebook auf. Typische Warnsignale:

Die Verluste beim Romance Scam sind oft die höchsten aller Betrugsarten — 10.000 € und mehr sind keine Seltenheit.

5. Fake-Support & Fake-Mitarbeiter

Betrüger geben sich als WhatsApp-Support, Facebook-Hilfe oder Instagram-Team aus. Sie behaupten, Ihr Account sei „gefährdet" oder „gemeldet" und fordern Sie auf, persönliche Daten oder Login-Informationen zu senden. WhatsApp, Meta und Instagram kontaktieren Sie niemals proaktiv per Nachricht.

Account gehackt? So reagieren Sie sofort

WhatsApp-Account übernommen

  1. Öffnen Sie WhatsApp und registrieren Sie sich erneut mit Ihrer Telefonnummer → der Betrüger wird automatisch ausgeloggt.
  2. Falls der Betrüger eine 2FA-PIN gesetzt hat: Warten Sie 7 Tage, dann können Sie sich ohne PIN registrieren.
  3. Informieren Sie Ihre Kontakte über einen anderen Kanal (SMS, Anruf), dass Ihr Account gehackt wurde.
  4. Aktivieren Sie die Verifizierung in zwei Schritten (Einstellungen → Konto → Verifizierung in zwei Schritten).

Instagram / Facebook gehackt

  1. Nutzen Sie die „Passwort vergessen"-Funktion, um den Zugang zurückzusetzen.
  2. Falls die E-Mail-Adresse geändert wurde: Instagram sendet eine Rücksetz-Mail an Ihre alte Adresse — folgen Sie dem Link.
  3. Melden Sie den gehackten Account bei facebook.com/hacked bzw. über die Instagram-Hilfe.
  4. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (Einstellungen → Sicherheit → 2FA).

Geld überwiesen? So holen Sie es zurück

Wenn Sie bereits Geld an die Betrüger überwiesen haben:

  1. Bank sofort kontaktieren: Fordern Sie einen Überweisungsrückruf an. Bei Überweisungen zählt jede Minute — einmal beim Empfänger angekommen, ist das Geld meist weg.
  2. Anzeige erstatten: Nutzen Sie die Online-Wache Ihres Bundeslandes. Halten Sie Screenshots der Chatverläufe und Überweisungsbelege bereit.
  3. Bei Kartenzahlung: Ein Chargeback-Verfahren kann das Geld innerhalb von 120 Tagen zurückholen.

Ausführliche Rückholwege für jede Zahlungsart finden Sie in unserer Geld-zurückholen-Anleitung.

Prävention: 7 Regeln für dauerhaften Schutz

1

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

In WhatsApp: Einstellungen → Konto → Verifizierung in zwei Schritten → 6-stellige PIN setzen. In Instagram/Facebook: Einstellungen → Sicherheit → 2FA. Ohne diesen zweiten Code kommt kein Betrüger rein.

2

Codes niemals teilen

Geben Sie Verifizierungscodes (SMS-Codes, WhatsApp-Codes) unter keinen Umständen an andere weiter — auch nicht an Freunde oder Familie.

3

Profilbild & Status auf „Nur Kontakte"

WhatsApp: Einstellungen → Datenschutz → Profilbild → „Meine Kontakte". Verhindert, dass Betrüger Ihr Foto kopieren und für den Enkeltrick bei Ihren Verwandten verwenden.

4

Familien-Codewort vereinbaren

Vereinbaren Sie ein geheimes Codewort, das bei Geldbitten über Messenger abgefragt wird. Betrüger kennen dieses Wort nicht.

5

Bei Geldforderungen immer anrufen

Wenn jemand per WhatsApp oder SMS um Geld bittet — egal wie dringend — rufen Sie die Person auf der alten, bekannten Nummer an. Kein Anruf = kein Geld.

6

Keine unbekannten Links öffnen

Links zu angeblichen Gewinnspielen, Investment-Chancen oder Paketlieferungen über WhatsApp sind fast immer Betrug.

7

Sprechen Sie mit Ihren Eltern und Großeltern

Die meisten Opfer des WhatsApp-Enkeltricks sind 50+ Jahre alt. Erklären Sie das Prinzip einmal in Ruhe. Tipp: Senden Sie ihnen diesen Artikel oder unseren Ratgeber zu Betrug bei Senioren.

Statistik: Wie verbreitet ist WhatsApp-Betrug?

Quellen

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